SIMONE THIELE

Chaotische angelegte Farbräume stehen jeweils am Anfang meiner Arbeiten. Möglichkeiten tun sich auf, Figuratives zeigt sich, Durlässiges kommt und geht. Gestische Pinselführung wechselt zwischen Festhalten und Loslassen. Ein Vor und Zurück, eine Bewegung zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, zwischen dem Verletzlichem und dem Gewaltsamen.

Seit 2017 befasse ich mich mit dem Thema Chaos und Ordnung. In meinen Arbeiten steht Chaos als Inspirationsquelle, als Nährboden für Neues.

Fragen, die mich beschäftigen sind, wo das Chaos aufhört und wo die Ordnung anfängt? Wieviel Ordnung erträgt Chaos, ohne dass es seine inspirative Wirkung verliert? In meinen neuen Arbeiten steht die Figur für Form, für das Willentliche.

Im Arbeitsprozess bewege ich mich zwischen dem Willen und dem Willenslosen, zwischen Eskalation und Eindämmung.